Mit dem Projekt FUTURO wollen die Sportbahnen Elm die Schneesicherheit erhöhen. | © TechnoAlpin
Im Schweizer Skigebiet Elm entsteht derzeit eine neue Beschneiungsanlage. Mit dem Projekt FUTURO wollen die Sportbahnen Elm die Schneesicherheit erhöhen und den Winterbetrieb besser planbar machen. TechnoAlpin liefert die Beschneiungstechnik für das Großprojekt, das zwischen März und Dezember 2026 umgesetzt werden soll.
Die Planungen für FUTURO reichen bereits mehr als zehn Jahre zurück. Für die Vergabe wurden mehrere Anbieter anhand technischer und wirtschaftlicher Kriterien sowie ihrer Referenzen, Serviceleistungen und Erfahrungen bewertet. Den Zuschlag erhielt schließlich TechnoAlpin.
Mehr als neun Kilometer Leitungsnetz
Die Bauarbeiten starteten am 23. März 2026 und damit noch vor dem offiziellen Ende der vergangenen Wintersaison. Seither wird an mehreren Teilen der Anlage gleichzeitig gearbeitet. Dazu zählen die Wasserfassung im Fluss Sernf, das Leitungsnetz sowie vier Pumpstationen im Tal, im Unter- und Oberämpächli sowie im Pleus.
Insgesamt werden mehr als neun Kilometer duktile Gussrohre verlegt. Für die vier Pumpstationen sind elf Hochdruckpumpen vorgesehen. Nach Abschluss der baulichen Arbeiten folgen die Installation der technischen Komponenten und die elektrische Erschließung.
Der Zeitplan ist knapp bemessen: Bis Dezember soll die Anlage fertiggestellt sein und für die Wintersaison 2026/27 zur Verfügung stehen. Nach Angaben von TechnoAlpin liegen die Arbeiten derzeit im vorgesehenen Zeitplan.
Mehr als 100 neue Schneeerzeuger
Auch die Zahl der Schneeerzeuger wird deutlich ausgebaut. Im Endausbau sind 65 Schneilanzen der TL-Serie vorgesehen, die überwiegend im unteren Abschnitt der Schlittelbahn eingesetzt werden.
Zusätzlich zu 20 bereits vorhandenen Propellermaschinen werden 43 Turmmaschinen der TT-Serie installiert. Hinzu kommen zwei mobile Propellermaschinen der Modelle TF10 Piano und TR10. Durch die Kombination unterschiedlicher Systeme soll die Schneeproduktion an die jeweiligen topografischen und betrieblichen Anforderungen der einzelnen Streckenabschnitte angepasst werden können.
Neben der technischen Dimension stellt vor allem die parallele Umsetzung der einzelnen Baulose hohe Anforderungen an die Projektkoordination. Die Sportbahnen Elm ziehen zur bisherigen Zusammenarbeit eine positive Zwischenbilanz: „Trotz der Größe des Projekts und der damit verbundenen Herausforderungen werden Lösungen gemeinsam und zielorientiert erarbeitet.“
Mit FUTURO schaffen die Sportbahnen Elm damit innerhalb einer Bausaison eine weitgehend neue technische Grundlage für die Beschneiung des Skigebiets. Entscheidend wird nun sein, die umfangreichen Installations- und Inbetriebnahmearbeiten rechtzeitig vor Beginn der Wintersaison 2026/27 abzuschließen.
