© Fachverband der Seilbahnen
Ein echtes Jubiläumsjahr für Österreichs Seilbahnen und ein Anlass, einen Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zu werfen – von frühen Pionierleistungen bis hin zu einer der wirtschaftlich stärksten Branchen des Landes.
2026 als Start in die Seilbahn-Jubiläen
Die ersten Seilbahnen des Landes, die Rax-Seilbahn und die Tiroler Zugspitzbahn wurden 1926 eröffnet. Darauf folgten im Jahr 1927 die Pfänderbahn, die Feuerkogelbahn und die Schmittenhöhebahn, im Jahr 1928 die Gerlitzen Alpe. Seit damals ist viel passiert: Man hat sich von einfachen mechanischen Anlagen hin zu hochkomplexen, digitalen Infrastrukturen weiterentwickelt. Das spiegelt nicht nur technischen Fortschritt wider, sondern auch die wachsende Bedeutung der Seilbahn als wirtschaftlicher, touristischer und zunehmend auch urbaner Mobilitätsfaktor.
Nun blicken wir bei Österreichs Seilbahnen auf eine der erfolgreichsten Branchen des Landes: Seilbahnen sind mit einer Wertschöpfung von 6,7 Milliarden Euro stabile Wirtschaftsfaktoren in den heimischen Regionen. Zudem sind die Seilbahnbetriebe auch ein Motor für den Arbeitsmarkt: 17.000 Arbeitsplätze schaffen die Betriebe direkt, weitere knapp 128.000 Arbeitsplätze werden in anderen Branchen gesichert.
Um dieses Jubiläum sichtbar zu machen, gebührend zu feiern und für die zentrale Rolle der Seilbahnen für Österreichs Wirtschaft sowie Gesellschaft Aufmerksamkeit zu schaffen, initiiert der Fachverband der österreichischen Seilbahnen in der Wirtschaftskammer eine bundesweite Dachkampagne: 100 Jahre Seilbahnen. Offiziell eingeläutet wird das Jubiläumsjahr auf der Seilbahntagung in Schönbrunn am 23. April.
Vom Pioniergedanken zur Leitbranche
Die frühen Seilbahnprojekte der 1920er Jahre zeichnen den Beginn einer raschen technologischen Entwicklung. Durch Pionierleistungen wurden erstmals Berge, die zuvor nur schwer zugänglich waren, erschlossen und damit die Basis für eine bis heute erfolgreiche Branche gelegt. Maßgeblich dafür waren Persönlichkeiten, die scheinbar Unmögliches möglich gemacht haben. Sie alle verband der Wille, neue Wege zu gehen und die Potenziale der alpinen Räume früh zu erkennen.
Und dabei bleibt die Technik bis heute ein Ausdruck von Innovation. Die ersten Anlagen waren technische Pionierleistungen. Unter anspruchsvollen Bedingungen entstanden Bauwerke, die damals als technische Sensationen galten und neue Maßstäbe für den alpinen Verkehr setzten. Damit wirken sie bis heute nach. Durch diese frühe Innovationskraft entwickelte sich eine Branche, die Technik, Wirtschaftskraft und Lebensqualität dauerhaft verbindet – und das bis heute mehr als erfolgreich.
Seilbahnen heute – Verantwortung für Menschen und für Lebensqualität
Über ein Jahrhundert hinweg haben sich die Seilbahnen in Österreich so von technischen Einzelanlagen zu einem verlässlichen und krisenfesten Wertschöpfungsmotor entwickelt. Sie stabilisieren ganze Regionen, indem sie Einnahmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sichern. Damit prägen sie maßgeblich den Alpen- und Kulturraum, der ohne diese Infrastruktur deutlich geringere Entwicklungschancen gehabt hätte. Denn auch über den eigentlichen Betrieb hinaus profitieren Tourismus, Gastronomie, Hotellerie, Handwerk und Dienstleistung unmittelbar von der Existenz der Seilbahnen. Ein Beispiel dafür ist die alpine Landwirtschaft: Durch die Erschließung hochgelegener Bewirtschaftungsflächen bleiben Almen nutzbar, Transportwege verkürzen sich und regionale Produzenten erhalten stabile Absatzmärkte. Seilbahnen sind damit ein echter Multiplikator für nachhaltige regionale Entwicklung und die wirtschaftliche Lebensader vieler Regionen.
