Das schneitechnisch bestens aufgestellte Skigebiet Cortina d’Ampezzo war Austragungsort für die Alpinen Skiwettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 sowie der Paralympischen Winterspiele 2026. | © TRM
Bereits zur Alpinen Ski-WM 2021 wurde in Cortina d’Ampezzo die technische Beschneiung umfassend modernisiert. Im Hinblick auf die beiden internationalen Wintersport-Großereignisse 2026 wurde diese in den vergangenen vier Jahren weiter ausgebaut. Dabei setzte man bei den Feldleitungen einmal mehr auf die duktilen Gussrohre der Tiroler Rohre GmbH.
Der Wintersport hat im noblen Skigebiet Cortina d’Ampezzo im Herzen der Dolomiten, die zum UNESCO-Welterbe gehören, eine lange Tradition. So wurden hier 1956 die VII. Olympischen Winterspiele ausgetragen. Noch heute finden auf den Pisten alljährliche internationale Sportevents statt. Dazu gehören z. B. seit 1993 Weltcup-Rennen der Damen oder seit 2015 Bewerbe des Snowboard-Weltcups. 2021 wurde dort die Alpine Ski-WM abgehalten, und 2026 war Cortina d’Ampezzo erneut Schauplatz zweier internationaler Wintersport-Großereignisse: Im Rahmen der Olympischen Winterspiele wurden vom 6. bis 22. Februar auf der berühmten Olympia delle Tofane-Piste die Alpinen Skiwettbewerbe der Damen durchgeführt. Dann folgten vom 6. bis 15. März die Paralympischen Wettkämpfe der Damen und Herren im Ski Alpin (ebenfalls auf der Olympia delle Tofane- Piste) sowie im Snowboard (im Skigebietsteil Socrepes). Auch anlagentechnisch ist Cortina d’Ampezzo mit derzeit noch neun Seilbahnen (vier kuppelbare Sesselbahnen, vier fix geklemmte Sesselbahnen, ein Schlepplift) gut aufgestellt. Zwei davon (Sesselbahnen Scorpes und Ra Freza) wurden im Hinblick auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 durch die neue 10er-Kabinenbahn Apollonio–Socrepes ersetzt. Ihre Förderleistung liegt bei ca. 2.400 P/h & Richtung. Neben den wintersportlichen Wettkämpfen ist Cortina d’Ampezzo auch ein beliebter Treffpunkt für nationale und internationale Prominenz. Der Wintersportort befindet sich auf einer Seehöhe von ca. 1.214 m bis ca. 2.838 m. Den Gästen aus dem In- und Ausland stehen für den Wintersport 40 bestens präparierte Pistenkilometer zur Verfügung. Dank einer schlagkräftigen technischen Beschneiung sind bereits seit Ende November 2025 am Col Gallina die Pisten geöffnet und seit Anfang Dezember jene im Bereich Cortina. Die restlichen Skigebietsabschnitte folgten schrittweise, sodass in den Weihnachtsferien sämtliche Pisten des Skigebiets zur Verfügung standen.
ERHÖHUNG DER SCHLAGKRAFT
Im Rahmen eines mehrjährigen Masterplans optimiert und erweitert die Betreibergesellschaft ISTA S.p.A. Cortina d’Ampezzo kontinuierlich ihre Beschneiungsanlage. Zur Alpinen Ski-WM 2021 wurde die technische Beschneiung außerdem umfassend modernisiert. Acht Pumpstationen (teilweise mit Kühltürmen ausgestattet) verrichteten zu diesem Zeitpunkt zuverlässig ihren Dienst. Angesichts der höheren Anforderungen der beiden internationalen Wintersport- Großereignisse 2026 wurde die schneitechnische Infrastruktur in den vergangenen vier Jahren weiter ausgebaut. Ziel war es dabei nicht nur, eine Anlage für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele zu schaffen, sondern auch nachhaltig den künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Präsident und Geschäftsführer Alberto Dimai informiert im Dezember 2025: „Für diese wintersportlichen Großereignisse haben wir ein neues Pumpenhaus gebaut und zwei bestehende Pumpstationen miteinander verbunden. Die diesjährigen Maßnahmen konzentrieren sich auf die hydraulische Verbesserung für ein besseres Wassermanagement, die Energie-Effizienz des Pumpensystems sowie die Erhöhung der Schlagkraft der technischen Beschneiung in den verfügbaren Kältefenstern.“ Für die Beschickung der Beschneiungsanlage mit dem erforderlichen Wasser braucht es Feldleitungen, die für alle Anforderungen im Hochgebirge und für sehr hohe Drücke ausgelegt sind. Aus diesem Grund fiel auch dieses Mal erneut die Wahl auf das duktile Gussrohrsystem der Tiroler Rohre GmbH (= TRM) aus Hall in Tirol.
25 JAHRE PARTNERSCHAF
Nicht zuletzt wegen der teilweise sehr anspruchsvollen Bodenverhältnisse im Schneileitungsbereich entschied sich die Betreibergesellschaft ISTA S.p.A. Cortina d’Ampezzo im Jahre 2000 erstmals für die duktilen Gussrohre von TRM. Präsident und Geschäftsführer Alberto Dimai sagt: „Die inzwischen 25 Jahre anhaltende Zusammenarbeit umfasst die Lieferung von über 40 km Rohrleitungen in den Dimensionen DN80 bis DN300 mit einer Nenndruckstufe von PN 64 bis PN 100. Das duktile Gussrohrsystem von TRM ist unserer Meinung nach die beste Wahl. Es ist einfach in der Verlegung, die von unserem eigenen Personal durchgeführt werden kann, und dazu noch sicher, schnell und langlebig. Da wir aufgrund instabiler Böden oft Änderungen, Erweiterungen oder Reparaturen vornehmen müssen, sind die einfache Demontage, die speziellen Zubehörteile und die Wiederverwendbarkeit der Rohre entscheidende Vorteile. Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität und dem Service von TRM. Mit ausschlaggebend sind auch die Materialverfügbarkeit und die schnelle Lieferung. Unserer Erfahrung nach halten duktile Gussrohre wesentlich länger als herkömmliche Stahlrohre und sind besser geeignet für Böden im Hochgebirge und den Hochdruckbetrieb. Die höheren Investitionskosten zahlen sich langfristig aus.“ Im Laufe der langjährigen Zusammenarbeit wurden von TRM und der Betreibergesellschaft gemeinsam auch Sonderlösungen wie z. B. spezielle Dehnfugen zur besseren Anpassung an instabile Böden entwickelt. Und TRM-Projektleiter Luca Frasson ergänzt: „Zudem sind unsere duktilen Gussrohre nachhaltig: Sie bestehen aus recyceltem Material und sind zu 100 % recycelbar. Sie sind mit einer EPD-Umweltzertifizierung nach ISO 14025 und EN 15804+A1 (‚from cradle to grave‘) versehen.“ Wie bereits erwähnt, wurde der Feldleitungsbau von den geschulten Mitarbeitern der ISTA S.p.A. Cortina d’Ampezzo mit Baggern durchgeführt. Spezielle Facharbeiter oder Spezialgeräte waren nicht erforderlich.
SCHNELL UND EINFACH ZU VERLEGEN
Laut den Verantwortlichen der Betreibergesellschaft ist das patentierte VRS®-T-Verbindungssystem mit der Riegelgarnitur und dem Dichtring von TRM ein sehr großer Pluspunkt. Dazu TRM-Projektleiter Luca Frasson: „Die VRS®-T-Verbindung ermöglicht eine Abwinkelung je nach Nennweite von 5°, dadurch hat man mehr Flexibilität und Spielraum. Außerdem können so Formstücke gespart werden.“ TRM produziert die duktilen Gussrohre und Formstücke für Beschneiungsanlagen bereits seit 1986 und verfügt über ein dementsprechend ausgereiftes Produktportfolio und Ersatzteillager. Auf diese Weise kommt alles aus einer Hand. Auch in Italien ist TRM bestens organisiert und verfügt dort über mehrere Ersatzteillager, eines davon befindet sich in Turin. Die schneitechnische Infrastruktur ist im Skigebiet Cortina d’Ampezzo bereits für die künftige Nutzung größerer Wassermengen ausgelegt. Um die Zeit für die technische Grundbeschneiung im gesamten Skigebiet noch mehr zu verkürzen, braucht es jedoch neue Speicherseen. Die größte Hürde dabei seien die Genehmigungen, so die Betreibergesellschaft. Derzeit stehen zwei Speicherbecken mit 1 x 96.000 m³ Nutzinhalt und 1 x 12.000 ³ Nutzinhalt zur Verfügung. Abgesehen davon wird der Bestand der vorhandenen Schnee-Erzeuger im Skigebiet laufend modernisiert und, bei Bedarf, erweitert. Derzeit verrichten dort insgesamt 300 Schnee-Erzeuger (200 Propellermaschinen, 100 Schneilanzen) zuverlässig ihre Arbeit.

