Auffällig ist neben der Anzahl vor allem die Bandbreite der Projekte. | © Doppelmayr Gruppe
Die Doppelmayr Gruppe hat im Zeitraum von Februar 2025 bis Jänner 2026 weltweit 84 neue Seilbahnanlagen realisiert und damit das hohe Niveau des Vorjahres nahezu gehalten. Europa bleibt mit 55 Projekten die wichtigste Region, gefolgt von Nordamerika, Asien und weiteren Märkten.
Auffällig ist neben der Anzahl vor allem die Bandbreite der Projekte – von klassischen Skigebietsanlagen bis hin zu urbanen Verkehrslösungen und touristischen Point-of-Interest-Verbindungen.
Urbanes Vorzeigeprojekt in Paris
Ein Schwerpunkt liegt auf urbaner Mobilität: Mit der Câble C1 im Großraum Paris wurde im Dezember 2025 die erste urbane Seilbahn der Region eröffnet. Die 4,5 Kilometer lange Verbindung integriert sich in das öffentliche Verkehrsnetz und verkürzt Reisezeiten deutlich. Mit täglich über 11.000 Fahrgästen gilt das Projekt als Referenz für künftige urbane Anwendungen.
Neue Technologien im Einsatz
Technologische Innovationen prägen mehrere Projekte. In Hoch-Ybrig (Schweiz) ging mit der TRI-Line erstmals ein neues Seilbahnsystem in Betrieb, das Eigenschaften von 3S- und Einseilumlaufbahnen kombiniert. Die Anlage zeichnet sich durch hohe Windstabilität, reduzierte Infrastruktur und flexible Betriebsoptionen aus.
Auch der Trend zum automatisierten Betrieb setzt sich fort: In Ischgl und Sölden kommen bei neuen Sesselbahnen Systeme zum Einsatz, die mithilfe von Sensorik und KI den Stationsbetrieb überwachen und teilweise autonom steuern.
Internationale Projekte von Chile bis USA
Neben Europa setzt Doppelmayr auch international Akzente. In Santiago de Chile verbessert die neue Gondelbahn Pío Nono die Erschließung eines innerstädtischen Freizeitgebiets und stärkt nachhaltige Mobilität. In den USA verbindet die Explorer Gondola im Skigebiet Big Sky zentrale Bereiche und erweitert das Angebot für Sommer- und Winterbetrieb.
Die aktuelle Projektbilanz zeigt: Seilbahnen gewinnen weltweit weiter an Bedeutung – sowohl als touristische Infrastruktur als auch als Bestandteil moderner Verkehrssysteme.

