Die Bergbahnen Sölden setzen zur Wintersaison 2026/27 mehrere Infrastrukturprojekte um. | © ÖtztalTourismus / Rudi Wyhlidal
Die Bergbahnen Sölden setzen zur Wintersaison 2026/27 mehrere Infrastrukturprojekte um. Im Mittelpunkt stehen der Ersatz der bisherigen Doppelsesselbahn Gratl durch eine moderne 6er-Sesselbahn von Doppelmayr sowie der Ausbau der technischen Beschneiung am Gaislachkogl. Hinzu kommen Pistenoptimierungen und die Modernisierung eines Schlepplifts am Tiefenbachgletscher.
Mit den Maßnahmen sollen die Beförderungszeiten verkürzt, die Beschneiungskapazitäten erhöht und Engstellen im Skigebiet entschärft werden.
Neue 6er-Sesselbahn halbiert Fahrzeit
Am Gratl ersetzt eine kuppelbare 6er-Sesselbahn der Doppelmayr-Baureihe D-Line die bisherige Doppelsesselbahn. Die neue Anlage erreicht eine Förderleistung von 2.300 Personen pro Stunde und reduziert die Fahrzeit von bisher rund acht auf etwa vier Minuten.
Zur Ausstattung gehören Wetterschutzhauben, verriegelnde Sicherheitsbügel und ein getriebeloser Direktantrieb. Zusätzlich kommt das KI-gestützte AURO-System zum Einsatz, das die Ein- und Ausstiegsbereiche überwacht.
Die Bergstation wird auf rund 2.500 Meter Seehöhe neu positioniert. Dadurch verlängert sich die Trasse, zugleich soll die Ausstiegssituation verbessert werden. Im Zuge des Neubaus entsteht außerdem die neue blaue Piste 1b.
Beschneiung am Gaislachkogl wird ausgebaut
Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt auf der technischen Beschneiung am 3.048 Meter hohen Gaislachkogl. Dort errichten die Bergbahnen Sölden ein 3,9 Kilometer langes Leitungsnetz sowie eine neue Pumpstation.
Die Infrastruktur versorgt künftig elf Turm-Schneeerzeuger und 38 Zapfstellen für mobile Beschneiungsgeräte. Insgesamt können damit rund zehn Hektar Pistenfläche technisch beschneit werden.
„Mit diesen strategischen Infrastruktur-Upgrades erfüllen wir die Erwartungen unserer KundInnen. Damit ist verlässliche Pistenqualität auf Spitzenniveau garantiert. Von den Gipfeln bis ins Tal“, erklärt Philipp Falkner, Prokurist der Bergbahnen Sölden.
Der Ausbau betrifft einen zentralen Bereich des Skigebiets. Der Gaislachkogl ist Ausgangspunkt einer wichtigen Talabfahrt und beherbergt mit dem Restaurant ice Q sowie der James-Bond-Erlebniswelt 007 ELEMENTS zwei touristische Einrichtungen.
Weitere Verbesserungen am Wasserkar und Tiefenbachgletscher
Neben den beiden Großprojekten werden weitere Bereiche des Skigebiets modernisiert. Am Schwarzkogl erweitern die Bergbahnen die bestehende Beschneiungsanlage.
Im Bereich der Wasserkar-Talstation wurde die Zusammenführung der schwarzen und blauen Pisten überarbeitet. Die Fläche wurde abgeflacht und verbreitert, wobei sich die Pistenbreite im Zusammenführungsbereich der Piste 3b verdoppelt. Dadurch soll insbesondere für weniger geübte Wintersportgäste mehr Platz geschaffen werden.
Am Tiefenbachgletscher geht zudem der modernisierte Schlepplift Mutkogl in Betrieb. Durch die Verkürzung der Trasse auf 859 Meter reduziert sich die Fahrzeit auf weniger als fünf Minuten und damit auf etwa die Hälfte der bisherigen Dauer.
Die Anlage erhält eine modernisierte Steuerungstechnik sowie eine Kameraüberwachung der Bergstation. Bei der baulichen Ausführung wurden die besonderen Anforderungen des Gletscheruntergrunds berücksichtigt.
Mit den Investitionen bereiten die Bergbahnen Sölden ihr Skigebiet auf die Wintersaison 2026/27 vor. Im Fokus stehen kürzere Warte- und Fahrzeiten, eine leistungsfähigere technische Beschneiung und Verbesserungen bei der Pistenführung.
