Trotz des Rückgangs bleibt der Winter das mit Abstand wichtigste Geschäftsfeld. | © Gasteiner Bergbahnen AG
Die Gasteiner Bergbahnen AG hat das Geschäftsjahr 2024/25 trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem positiven Jahresüberschuss abgeschlossen. Auf der 47. Hauptversammlung in Bad Hofgastein verwies der Vorstand auf stabile Umsätze, mehr als eine Million Gäste im Sommer- und Wintergeschäft sowie gezielte Investitionen in die touristische Infrastruktur.
Insgesamt verzeichnete das Unternehmen über eine Million Erstzutritte. Die Erlöse aus der Personenbeförderung lagen bei rund 38 Millionen Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Rund 90 Prozent der Einnahmen stammen weiterhin aus dem Wintergeschäft.
„Das vergangene Geschäftsjahr wurde durch gestiegene Kosten, weniger Nachfrage in der Wintersaison und wirtschaftlich fordernde Rahmenbedingungen geprägt. Umso erfreulicher ist es, dass wir durch gutes Wirtschaften dennoch einen positiven Jahresüberschuss erzielen konnten“, erklärt Vorstand Benjamin Rogl. Mit einer Eigenkapitalquote von rund 40 Prozent sei das Unternehmen wirtschaftlich solide aufgestellt.
Wintergeschäft unter Druck
Die Wintersaison 2024/25 verlief laut Unternehmen unterdurchschnittlich. Nach einem guten Saisonstart sorgten warme Temperaturen im Februar und März für schwierige Pistenbedingungen und ein früheres Saisonende. Die Zahl der Erstzutritte sank um 3,3 Prozent auf rund 781.000.
Trotz des Rückgangs bleibt der Winter das mit Abstand wichtigste Geschäftsfeld der Gasteiner Bergbahnen. „Gerade im vergangenen Winter hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig Schneesicherheit und eine leistungsfähige technische Beschneiung für einen erfolgreichen Betrieb sind“, sagt Vorstand Andreas Innerhofer.
Der Sommerbetrieb entwickelte sich dagegen stabil. Mit rund 221.000 Eintritten konnte das Niveau der Vorjahre gehalten werden. Auch die touristische Entwicklung in der Region zeigt eine stärkere Dynamik im Sommertourismus als im Wintergeschäft.
Millioneninvestition in neues Bergrestaurant
Größtes Projekt des Geschäftsjahres war der Neubau des Bergrestaurants „Hirsch & Maus“ auf der Schlossalm. Insgesamt investierte das Unternehmen 16,1 Millionen Euro, davon rund 12 Millionen Euro in das neue Gastronomie- und Erlebnisangebot.
Das Gebäude wurde innerhalb von neun Monaten errichtet und umfasst Restaurantflächen, eine Terrasse, Erlebnisbereiche sowie Infrastruktur für Pistendienst und Lawinenwarnkommission. Gleichzeitig wurde die bestehende Bergstation erneuert.
„Gerade in herausfordernden Zeiten bewusst antizyklisch in Qualität und Infrastruktur zu investieren, war für uns eine wichtige strategische Entscheidung“, betont Innerhofer. Die ersten Rückmeldungen der Gäste seien sehr positiv ausgefallen. Insbesondere Aufenthaltsqualität, Gastronomie und Ambiente würden gut bewertet. Zudem habe das Angebot zusätzliche Besuchergruppen, darunter Nicht-Skifahrer, angesprochen.
Weitere Angebotsausbauten geplant
Auch im laufenden Jahr wollen die Gasteiner Bergbahnen ihre Qualitätsstrategie fortsetzen. Geplant sind unter anderem die Neugestaltung eines Spielbereichs sowie ein ganzjähriges Indoor-Erlebnisangebot.
Veränderungen gab es zudem im Aufsichtsrat. Martin Kerschbaumer wurde aus dem Gremium abberufen. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Roman Kofler, General Manager der Janus Hotelbetriebsgesellschaft in Bad Gastein.
