Zusammen bringen sie es auf 136 Dienstjahre bei den Bergbahnen Sölden: Erich Krabacher (l.), Markus Klotz (m.) und Josef Falkner (r.). | © Bergbahnen Sölden / Christoph Nösig
Die Bergbahnen Sölden setzen beim Snowfarming am Gletscher in diesem Jahr auf besonders erfahrene Unterstützung: Drei langjährige Mitarbeiter sind aus dem Ruhestand zurückgekehrt, um die Arbeiten zur Sicherung der Schneedepots für die kommende Saison zu verstärken.
Zwischen Mai und Anfang Juli fallen dafür rund 14.000 Arbeitsstunden an. Insgesamt sind 20 Pistenbullys im Einsatz, um den Schnee zu sichern und für den nächsten Winter vorzubereiten. Mit Erich Krabacher, Markus Klotz und Josef Falkner sitzen heuer erstmals drei Pensionisten wieder im Cockpit. Zusammen bringen sie 136 Jahre Berufserfahrung bei den Bergbahnen Sölden mit.
„Wenn ich noch gebraucht werde, stehe ich gerne zur Verfügung. Mir macht die Arbeit einfach Spaß“, sagt Erich Krabacher, der im Februar 2026 in Pension ging. „Hätte es nicht gepasst, wäre ich wohl nicht 46 Jahre im Unternehmen geblieben.“
Erfahrung entlastet das Team
Für Betriebsleiter Fabio Suntinger ist die Rückkehr der drei Routiniers nicht nur organisatorisch hilfreich, sondern auch persönlich besonders. „Als ich 2015 bei den Bergbahnen gestartet bin, hat mich Josef Falkner eingeschult. Ihn jetzt wieder aus der Garage fahren zu sehen, war ein echtes Déjà-vu-Erlebnis.“
Die zusätzliche Unterstützung erleichtert dem Unternehmen die Einsatz- und Urlaubsplanung der Ganzjahresmitarbeiter. Gleichzeitig profitiert das Team vom Wissen der ehemaligen Mitarbeiter, die mit Gelände, Fahrzeugen und Abläufen bestens vertraut sind.
Rückkehr ohne Führungsverantwortung
Auch Markus Klotz, früherer Pistenbullychef, sieht den Einsatz aus einer neuen Perspektive. „Im aktiven Berufsleben musste ich mir öfter Gedanken machen, heute ist es einfach schön, die alten Kollegen zu sehen und neue kennenzulernen.“
Josef Falkner, seit 2019 in Pension, fand sich nach kurzer Eingewöhnung auch mit der modernen Software der neuen Fahrzeuggeneration zurecht. „Nach einem halben Tag im Cockpit ging es wieder. Ich habe mich sehr gefreut, als die Anfrage kam. Das zeigt die besondere Wertschätzung des Unternehmens.“
Snowfarming bleibt wichtiger Saisonbaustein
Das Beispiel zeigt, wie wichtig Erfahrung und eingespielte Abläufe im technischen Betrieb von Skigebieten bleiben. Gerade beim Snowfarming, das zunehmend an Bedeutung für den frühen Saisonstart gewinnt, sind präzise Arbeit, Ortskenntnis und Maschinenroutine entscheidende Faktoren.
