Jährlich nutzen mehr als 200.000 Menschen die Rax-Seilbahn. | © Scharfegger's Raxalpen Resort
Die Rax-Seilbahn in den Wiener Alpen hat im August 2026 mit rund 50.000 Beförderungen einen historischen Höchstwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 7 Prozent beziehungsweise rund 3.000 zusätzlichen Fahrten. Nach einem bereits starken Juli liegt auch der September bislang über dem Vorjahresniveau.
Damit könnte das dritte Quartal 2026 zum stärksten in der 100-jährigen Geschichte der Seilbahn werden. Betreiber Bernd Scharfegger rechnet für den Zeitraum mit einem Zuwachs von drei bis vier Prozent.
„Wir rechnen im dritten Quartal mit einem Plus von drei bis vier Prozent. Dass wir gerade in unserem Jubiläumsjahr dieses geschichtsträchtige Ergebnis erzielen, macht mich stolz und sorgt für einen zusätzlichen Motivationsschub für die anstehende Herbstsaison“, sagt Scharfegger, Betreiber der Rax-Seilbahn und Geschäftsführer des Scharfegger’s Raxalpen Resorts.
Internationale Nachfrage nimmt zu
Als einen Grund für die Entwicklung nennt das Unternehmen das über weite Strecken stabile Sommerwetter. An heißen Tagen profitiert die Rax zudem von ihrer Nähe zum Großraum Wien: Der Berg ist von der Bundeshauptstadt aus in rund einer Stunde erreichbar und wird zunehmend als Ausflugsziel an besonders heißen Sommertagen genutzt.
Gleichzeitig verändert sich die Herkunft der Gäste. Neben den traditionell wichtigen Auslandsmärkten Ungarn, Tschechien und Slowakei verzeichnet die Rax-Seilbahn nach eigenen Angaben zunehmend Besucher aus Deutschland, Großbritannien, China und den USA. Dabei spielt auch die Zusammenarbeit mit Wien Tourismus eine Rolle.
„Unsere zielführende Kooperation mit dem Wien Tourismus spielt hier eine zentrale Rolle. Somit begrüßen wir immer mehr Gäste aus UK, Deutschland, China oder den USA“, erklärt Scharfegger. Zugleich beobachte das Unternehmen eine steigende Nachfrage jüngerer Gäste nach Wandern und Naturerlebnissen.
Mehr als 200.000 Fahrgäste pro Jahr
Jährlich nutzen mehr als 200.000 Menschen die Rax-Seilbahn. Der Betreiber verweist daher auch auf die wirtschaftliche Bedeutung der Besucherfrequenz für Gastronomie, Beherbergung, Handel und weitere touristische Angebote in der Region.
Vor diesem Hintergrund äußert sich Scharfegger kritisch zur politischen Diskussion über mögliche Einschränkungen bei der Beschäftigung von Arbeitskräften aus Drittstaaten. Gerade Berggastronomie und touristische Betriebe an schwer erreichbaren Standorten seien auf diese Beschäftigten angewiesen.
„Wer einerseits mehr touristische Wertschöpfung, höhere Steuereinnahmen und sichere Arbeitsplätze in Österreich fordert, kann andererseits den Betrieben nicht jene Menschen nehmen, die diese Leistung überhaupt erst möglich machen. Diese Diskussion geht für mich teilweise völlig an der betrieblichen Realität vorbei“, so Scharfegger.
Die aktuellen Frequenzzahlen unterstreichen für den Betreiber die wirtschaftliche Bedeutung eines funktionierenden touristischen Angebots. Nach dem Rekordsommer richtet sich der Blick nun auf die Herbstsaison im Jubiläumsjahr der Rax-Seilbahn.
