Der Unternehmer Reto Schefer übernimmt die blaue Säntis-Kabine. | © Säntis-Schwebebahn AG
Mit einem Sondertransport sind die bisherigen Kabinen der Säntis-Schwebebahn Mitte Juni endgültig von der Schwägalp verabschiedet worden. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Einsatz endet damit ein prägender Abschnitt in der Geschichte der Bahn. Ganz verschwinden werden die markanten Gondeln jedoch nicht: Beide erhalten neue Aufgaben außerhalb des regulären Bahnbetriebs.
Seit Anfang der 2000er-Jahre transportierten die beiden Kabinen Gäste auf den höchsten Berg der Ostschweiz. Besonders auffällig war ihr charakteristisches Interferenz-Muster, das aus einem Gestaltungswettbewerb der Schule für Gestaltung hervorging und den Kabinen einen hohen Wiedererkennungswert verlieh.
Neues Leben am Bodensee
Eine der beiden Kabinen hat bereits einen neuen Bestimmungsort gefunden. Der Unternehmer Reto Schefer übernimmt die blaue Säntis-Kabine, die künftig in Uttwil am Bodensee stehen wird. Im Restaurant „Amber 39“ soll sie als außergewöhnlicher Gastroraum genutzt werden und zugleich an ihre Herkunft erinnern.
Auch die zweite Kabine bleibt erhalten. Sie befindet sich derzeit ebenfalls in Uttwil und wartet dort auf ihren Weitertransport. Wer ihr neuer Eigentümer ist und welche Nutzung geplant ist, will die Säntis-Schwebebahn zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Logistische Herausforderung
Der Transport der Kabinen stellte die Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Aufgrund von Größe und Gewicht war ein speziell organisierter Schwertransport erforderlich, um die Fahrzeuge von der Schwägalp an den Bodensee zu bringen.
Neue Ära beginnt
Während die bisherigen Kabinen ein zweites Leben erhalten, richtet sich der Blick der Säntis-Schwebebahn bereits auf die Zukunft. Das Design der neuen Kabinen soll im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung vorgestellt werden.
Damit beginnt für die traditionsreiche Bahn ein neues Kapitel. Die Betreiber wollen auch künftig auf eine Kombination aus Funktionalität, moderner Technik und hoher Wiedererkennbarkeit setzen. Für viele Gäste bleibt jedoch die Erinnerung an jene Kabinen, die über mehr als 20 Jahre hinweg zu einem Wahrzeichen des Säntis wurden.
